INSIDE HR ALS AUFZEICHNUNG ANSEHEN

📅 Montag, 1. Juni 2026 🕒 60 Minuten   📍 VOD

Das Webinar

Die Reform der Altersvorsorge bringt Bewegung in ein lange stabiles System: Mit der AHV21 wird der Renteneintritt flexibler – und gleichzeitig komplexer. Für HR-Verantwortliche und Arbeitgeber stellt sich zunehmend die Frage, wie diese neuen Möglichkeiten sinnvoll gestaltet und im Alltag umgesetzt werden können.

In diesem Webinar erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über die wichtigsten Änderungen in der 1. und 2. Säule. Im Zentrum stehen die neuen Optionen rund um den flexiblen Renteneintritt – vom Vorbezug über den Aufschub bis hin zu Teilpensionierungen in mehreren Schritten. Ebenso werden die Auswirkungen der Harmonisierung des Referenzalters sowie die Besonderheiten der Übergangsgeneration beleuchtet.

In diesem Webinar werden unter anderem folgende Punkte diskutiert:

  • Welche Chancen eröffnet diese Entwicklung für Personalabteilungen und Unternehmen?
  • Welche Besonderheiten zeichnen die Übergangsgeneration aus?
  • Auf welche wesentlichen Aspekte sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer besonders achten?

Das Webinar, das anhand praktischer Beispiele veranschaulicht wird, richtet sich an HR-Verantwortliche, Führungskräfte und Arbeitgeber, die ihre Mitarbeitenden kompetent durch die neue Realität der Altersvorsorge begleiten und die Chancen flexibler Pensionierungsmodelle aktiv nutzen möchten.

REFERENTINNEN

Doris Siegenthaler

Spezialistin Leistungen AHV/IV bei der HOTELA

Mit 18 Jahren Erfahrung in der AHV/IV-Rentenstelle ist Doris Siegenthaler seit 2010 als Spezialistin für AHV/IV-Rente bei der HOTELA tätig. Als Sozialversicherungsspezialistin mit eidgenössischem Fachausweises steht sie den Mitarbeitenden mit ihrem Fachwissen zur Seite, insbesondere bei der Berechnung von Invaliden-, Alters- und Hinterlassenenleistungen. Zudem hat sie an den grossen Reformprojekten «Altersvorsorge 2020» und «AHV 21» mitgewirkt.

Priska Burkard

Doris Siegenthaler

Gabriela Zufferey

Koordinatorin interne Ausbildung bei der HOTELA

Gabriela Zufferey war von 2013 bis September 2024 als Ausbildungsspezialistin im Bereich der BVG-Leistungen tätig. Mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis in Erwachsenenbildung und fundiertem Fachwissen im Bereich der beruflichen Vorsorge spielte sie eine Schlüsselrolle bei der Schulung neuer Mitarbeitender, insbesondere bei der Bearbeitung und Berechnung von Invaliden-, Alters- und Hinterlassenenleistungen. Seit Oktober 2024 stellt sie ihr Know-how als Koordinatorin für interne Schulungen bei der HOTELA zur Verfügung.

Priska Burkard

Gabriela Zufferey

MODERATION

Stephan Lendi

Stephan Lendi ist Kommunikationscoach, Moderator und Medienprofi.

Mit Feingefühl, Struktur und Klarheit führt Stephan Lendi durch Gespräche und bringt komplexe Themen auf den Punkt.

Stephan Lendi

Stephan Lendi

Zusammenfassung in 7 Fragen & Antworten

1. Was bedeutet die Flexibilisierung des Rentenalters konkret für Arbeitnehmende?

Die Flexibilisierung ermöglicht es, den Zeitpunkt des Renteneintritts individueller zu gestalten. Statt eines fixen Pensionierungsdatums kann die Rente heute schrittweise zwischen 63 und 70 Jahren bezogen werden. Auch Teilpensionierungen sind möglich, was vielen Menschen erlaubt, den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand gleitend zu gestalten.

2. Welche Rolle spielt die Reform AHV21 dabei?

Die Reform AHV21 ist zentral, da sie das Referenzalter für Frauen und Männer harmonisiert und gleichzeitig die Flexibilisierung überhaupt erst erweitert hat. Ziel ist es, die Finanzierung der AHV zu stabilisieren und gleichzeitig mehr individuelle Wahlmöglichkeiten beim Renteneintritt zu schaffen.

3. Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen 1. und 2. Säule?

In der 1. Säule (AHV) ist die Flexibilisierung stärker standardisiert geregelt – etwa durch Vorbezug oder Aufschub der Rente. In der 2. Säule (BVG) hingegen hängt vieles vom Reglement der jeweiligen Vorsorgeeinrichtung ab. Dort bestehen oft zusätzliche Möglichkeiten, beispielsweise frühere Pensionierungen oder individuelle Mischformen aus Rente und Kapitalbezug.

4. Welche Chancen ergeben sich für Unternehmen und HR-Abteilungen?

Unternehmen können flexiblere Arbeitsmodelle für ältere Mitarbeitende anbieten und so wertvolles Know-how länger im Unternehmen halten. Gleichzeitig eröffnet die Flexibilisierung neue Möglichkeiten für die Personalplanung, etwa durch gestaffelte Pensionierungen oder individuelle Übergangslösungen.

5. Was sind typische Herausforderungen in der Praxis?

Die grösste Herausforderung liegt in der Komplexität: Unterschiedliche Regelungen zwischen AHV und BVG, individuelle Situationen der Mitarbeitenden und die Koordination von Teilpensionierungen erfordern eine sorgfältige Beratung. Auch Fragen zur Beitragspflicht oder zu finanziellen Auswirkungen müssen klar geklärt werden.

6. Was sollten Arbeitnehmende unbedingt beachten, wenn sie ihre Pensionierung planen?

Ein Vorbezug der Rente führt zu lebenslangen Kürzungen, während ein Aufschub zu höheren Leistungen führt. Zudem bleiben bei einem Vorbezug weiterhin Beitragspflichten in der AHV bestehen. Eine frühzeitige Planung und individuelle Beratung sind deshalb entscheidend, um finanzielle Nachteile zu vermeiden.

7. Welche Entwicklungen erwarten Sie in Zukunft?

Wir gehen davon aus, dass flexible Pensionierungsmodelle weiter an Bedeutung gewinnen werden. Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel führen dazu, dass Unternehmen vermehrt auf individuelle Lösungen setzen müssen – sowohl im Interesse der Mitarbeitenden als auch zur Sicherung von Know-how im Betrieb.