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📅 Montag, 2. März 2026 🕒 12:30 bis 13:30   📍 Online

Das Webinar

Künstliche Intelligenz verändert die Spielregeln der Wirtschaft grundlegend – insbesondere für KMU. In diesem Webinar geht es der Frage nach, wie Unternehmen KI sinnvoll einsetzen können, ohne dabei ihre menschliche Identität, ihre Werte und ihre Kultur zu verlieren.

Priska Burkard zeigt praxisnah auf, wie die erfolgreiche Integration von KI mit einer authentischen, menschenzentrierten Unternehmenskultur zusammenspielt. Ein besonderer Fokus liegt auf Diversität und Inklusion als strategischem Erfolgsfaktor: Gerade in der KI-Ära entscheiden vielfältige Perspektiven darüber, ob technologische Lösungen nachhaltig, fair und wirksam sind.

Referentin: Priska Burkard

Co-Founderin und Managing Partnerin von Techface

Priska Burkard ist Co-Founderin und Managing Partnerin von Techface, einem Schweizer Beratungsunternehmen, das Organisationen bei der verantwortungsvollen Einführung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz unterstützt. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Technologie, Führung und Unternehmenskultur.

Priska Burkard

Priska Burkard

Moderation : Stephan Lendi

Kommunikationscoach, Moderator und Medienprofi 

Mit Feingefühl, Struktur und Klarheit führt Stephan Lendi durch Gespräche und bringt komplexe Themen auf den Punkt.

Stephan Lendi

Stephan Lendi

Zusammenfassung in 7 Fragen & Antworten

1. Stehen unsere Bürojobs wirklich vor dem Aus?

Die Diskussion ist zugespitzt, aber der Veränderungsdruck ist real. Ein grosser Teil wissensbasierter Tätigkeiten kann durch KI automatisiert oder zumindest stark unterstützt werden. Gleichzeitig entstehen neue Rollen und Kompetenzprofile. Die entscheidende Frage ist daher nicht, welche Jobs verschwinden – sondern wie sich Aufgaben verändern und welche Fähigkeiten künftig gefragt sind. HR sollte den Fokus auf Kompetenzentwicklung statt auf Jobtitel legen.

2. Ist KI eher Risiko oder Chance für Unternehmen?

Beides. Studien zeigen, dass rund 40 Prozent der Arbeitsplätze potenziell von KI betroffen sind. Gleichzeitig entstehen Millionen neuer Jobs, und Mitarbeitende mit KI-Kompetenzen erzielen deutliche Lohnprämien. KI wirkt als Produktivitätshebel – kann aber auch Ungleichheiten verstärken. Unternehmen, die früh in Weiterbildung und faire Zugänge investieren, verschaffen sich einen strategischen Vorteil.

3. Warum scheitern so viele KI-Projekte?

Das Problem ist selten die Technologie selbst. Häufig werden bestehende Prozesse digitalisiert, ohne sie kritisch zu hinterfragen. Ineffiziente Abläufe bleiben ineffizient – nur schneller. Hinzu kommen fehlende Ressourcen, unklare Verantwortlichkeiten und mangelnde Einbindung der Mitarbeitenden. KI-Einführung ist kein IT-Projekt, sondern ein Organisations- und Kulturprojekt.

4. Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur?

Eine zentrale. Entscheidungsgeschwindigkeit, Fehlertoleranz, Lernbereitschaft und psychologische Sicherheit bestimmen, ob KI als Bedrohung oder als Chance wahrgenommen wird. Mitarbeitende müssen neue Tools ausprobieren dürfen, ohne Angst vor Fehlern. Führungskräfte müssen Orientierung geben und gleichzeitig Experimentierfreude zulassen. Kultur ist der eigentliche Erfolgsfaktor.

5. Besteht die Gefahr neuer Ungleichheiten?

Ja. Ein Beispiel ist der sogenannte KI-Gender-Gap: Männer nutzen KI-Tools aktuell häufiger als Frauen. Ohne bewusste Gegensteuerung kann dies bestehende Unterschiede verstärken. HR sollte deshalb gezielt auf inklusiven Zugang, transparente Weiterbildungsmöglichkeiten und diverse Projektteams achten. Vielfalt reduziert Automatisierungsfehler und steigert Innovationskraft.

6. Wie kann HR strukturiert vorgehen?

Ein pragmatischer Ansatz umfasst drei Schritte: Erstens eine ehrliche Bestandsaufnahme der aktuellen Nutzung und Kompetenzen. Zweitens eine Analyse, welche Aufgaben sinnvoll automatisiert oder unterstützt werden können – mit Fokus auf Entlastung statt reiner Kostensenkung. Drittens die langfristige Integration von KI in Rollenprofile, Lernstrategien und Zusammenarbeitsmodelle. Entscheidend ist Kontinuität statt Aktionismus.

7. Was bedeutet das konkret für die HR-Agenda?

HR wird zur Architektin der Transformation. Es geht darum, Kompetenzen aufzubauen, Ängste ernst zu nehmen, faire Zugänge zu schaffen und eine lernorientierte Kultur zu fördern. KI sollte nicht primär als Ersatz, sondern als Kooperationspartner verstanden werden. Organisationen, die Technologie mit Menschlichkeit und Diversität verbinden, erhöhen nicht nur ihre Effizienz, sondern auch ihre Resilienz.